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Wem gehört das Zahngold welches im Krematorium als Rückstand verbleibt?

Mitarbeiter eines Krematoriums hatten über viele Jahre die Zahngold und Edelmetallrückstände aufgesammelt und privat verkauft. Im Zuge der Ermittlungen wegen schweren bandenmäßigen Diebstahls sowie Störung der Totenruhe und Verwahrungsbruch ging es um die Kündigung der Mitarbeiter.

Im Zuge von Hausdurchsuchungen waren Gold, Bargeld und Belege über Veräußerungen von Edelmetallen entdeckt worden. Die Kündigungsschutzklagen der gekündigten Mitarbeiter blieben erfolglos. Es geht nun um die Frage ob der Betreiber des Krematoriums einen Anspruch auf Schadensersatz hat.

Der Betreiber des Krematoriums verlangt Schadensersatz in Höhe von gut 255.000 EUR für den Erlös aus den Edelmetallen über einen Zeitraum von sieben Jahren. Grundlage für den Schadensersatz sind die Bestimmungen des Auftrags nach §§ 626 ff. BGB. Unabhängig von der Frage, dass der Arbeitgeber rechtlich gar kein Eigentümer des Zahngoldes war, hat er grundsätzlich einen Anspruch auf Schadensersatz. Darüber wird nach Zurückweisung ans LAG noch entschieden.

Quelle: BAG, Urteil vom 21.08.2014

Aktenzeichen: 8 AZR 655/13

Pressemitteilung des BAG Nr. 42/14 vom 21.08.2014

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